Auszug aus "So schmeckt Wuppertal"
Wer die "Wuppertaler" Ursprache nicht kennt, wird angesichts der Ewich-Speisen-Namen oft staunen, rätseln oder schallend lachen. Aber keine Angst: Es wird alles übersetzt!
In weichen, hochlehnigen Lederstühlen sitzend, entscheiden wir uns in der Rubrik "Vöarher un Töschendörch" als Vorspeise für eine Kartoffelsuppe mit Kottenwurst.
Danach soll es, denn die Schnitzel stehen hier stark im Vordergrund, ein lokalpatriotisches "Schnetzel Wopperdahl" sein, paniert, überbacken mit süßer Senfkruste, dazu Bratkartoffeln und Salat, sowie das mit "neu" gekennzeichnete "Em Ferkesgalopp dörch en Bosch": paniert plus Wildpreisselbeeren, überbacken mit gegrilltem rohen Schinken und Ziegenkäse, sowie Bratkartoffeln und Salat.
Vor dem Essen gibt's ein bisschen Weiß- und Graubrot mit unaufdringlichem Paprika-Dip. Die Suppe kommt in einer Tasse, hat ein Sahnehäubchen und entfaltet ihren Charakter erst dann, wenn man zur Wurst und zum würzigen Bodensatz vorstößt.
Dann das "Wuppertal"-Schnitzel – ein Senfkrusten-Gedicht" Diese schmelzend-zarte Überback-Variante hat definitiv Suchtpotenzial.
Der "Schweinsgalopp" ist durch die Preisselbeeren sehr süß, seine Krone aus rauchigem Grillschinken und leckerem, dicken Ziegenkäse hält dagegen.
Beide Schnitzel sind richtig groß, sehr gut gebraten, beide Teller mächtig gefüllt: Hier geht garantiert niemand hungrig heim. Die Portionen, die an anderen Tischen serviert werden, bestätigen den Eindruck.

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sts (Stefan Seitz)
Auszug aus "Gastronomie – So schmeckt Wuppertal, der Gastroguide für Wuppertal!" Ausgabe 2015/2016. Aus der Rundschau Verlagsgesellschaft mbH